Mehrere Menschen arbeiten mit BIMOS in einem BIM-Projekt zusammen

BIMOS

Die folgende Geschichte soll keinen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise und Zusammenarbeit mehrerer Menschen im Rahmen eines BIM-Projektes geben. BIMOS ist ein Building Information Management Operating System.

Ein Architekt kommt morgens in sein Büro. Er startet BIMOS auf seinem PC und wählt sich mit seiner Projekt-E-Mail Adresse vorname.nachname@projekt-olympia-2024.com ein. Als erstes öffnet sich das Dashboard. Die anstehenden Aufgaben und Anfragen werden im Überblick angezeigt. Seine wichtigste Tagesaufgabe ist heute die grundsätzliche Entwicklung des Gebäudes 47. Diese Aufgabe ist ihm gestern vom Chefplaner zugewiesen worden.

Momentan gibt es für das Gebäude 47 nur die 3D Designstudie aus dem Liegenschaftsplan. In seinem BIMOS wählt er den Liegenschaftsplan aus und sein CAD-System startet und lädt den Übersichtsplan in seinem CAD-System. Der Übersichtsplan ist in 2D und eine Darstellung im Maßstab 1:1000. Alle Gebäude werden vereinfacht dargestellt. An Ihrer Darstellung kann man aber erkennen, in welchem Planungszustand oder Bauzustand sich alle Gebäude befinden. Er wählt Gebäude 47 aus und sein CAD-System lädt weitere Daten über BIMOS online aus der Datenbank hinzu. Bisher besteht der Plan nur aus einem Grobmodell und einer Beschreibung über die Funktion des Gebäudes. Er beginnt mit seiner Arbeit.

Für alle Objekte, die der Architekt konstruiert, wird der Architekt automatisch als „Besitzer“ in die Datenbank eingetragen. Nur er oder sein Vorgesetzter haben Rechte auf diese Objekte. Der Architekt muss sich während seiner Arbeit keine Gedanken über das Speichern von Daten machen. Sobald er seine Objekte gezeichnet hat, sind sie in der Datenbank gespeichert. Jedes Objekt erhält automatisch eine Objektbezeichnung. Am Nachmittag beendet der Architekt seine Arbeit. Das BIMOS speichert die letzte Einstellung der Arbeitssitzung ab, so dass er am nächsten Morgen schneller wieder in das Projekt einsteigen kann. Alle Objekte sind noch nicht von ihm freigegeben. Ihr Zustand ist in der Datenbank abgespeichert.

Mittlerweile haben auch der Haustechniker und der Statiker das Gebäude 47 zugewiesen bekommen. Sie können sich jetzt bereits informieren und sich das Gebäude in ihren CAD-Systemen im aktuellen Zustand ansehen. Der Architekt, der Haustechniker und der Statiker wissen über das BIMOS, dass sie gemeinsam am Gebäude 47 arbeiten. Jeder arbeitet mit einem anderen CAD-System. Wenn der Architekt seine Erstfreigabe für das Gebäude 47 gemacht hat, werden der Haustechniker und der Statiker informiert.

Während dieses Prozesses stehen die drei und nach und nach weitere Personen in einem regelmäßigen Austausch. Alle Informationen werden in dem Projekt an den jeweiligen Objekten gespeichert. Wenn alle ihre Arbeit freigegeben haben, müssen der Chefplaner und der Controller entscheiden, ob das Gebäude in die Produktion gehen soll.

Der Chefplaner und der Controller haben jederzeit einen Einblick in das Gebäude 47. Sie können sehen, wie weit die Planung vorangeschritten ist und ob das Gebäude sich noch in dem Kostenrahmen befindet. Sie können so rechtzeitig regulierend in die Prozesse eingreifen.

Im gesamten Projekt kann im BIMOS festgelegt werden, wer an welcher Stelle informiert und mit einbezogen werden soll oder muss. Alle Daten werden in einer Datenbank gespeichert. Es gibt keine Zeichnungsdateien mehr. Gebäude müssen nicht komplett geladen werden. Jeder lädt sich immer nur die Objekte auf seinen lokalen Arbeitsplatz, die er für seine aktuelle Sitzung benötigt. Eine Objektauswahl erfolgt über die geografische Angabe in Kombination mit den jeweiligen Themen. Ein Hinzuladen von Objekten ist jederzeit möglich. Ein Systemabsturz des lokalen Arbeitsplatzes führt zu keinem Datenverlust.

Jeder Architekt und jeder Fachplaner kann sich mit seinem CAD-System an der Planung beteiligen. Das CAD-System und auch alle anderen verwendeten Softwareprodukte müssen nur über einen BIMOS-Connector verfügen. Der Standort und die Art der Datenbank kann je nach den individuellen Sicherheitsanforderungen frei gewählt werden. Die Ausprägung der Objekte muss festgelegt werden oder man könnte die IFC-Beschreibungen als Basis nutzen.

BIMOS setzt eine offene Datenhaltung voraus. BIMOS setzt auch eine Offenheit aller für eine neue Form der Zusammenarbeit mit IT voraus. Es gibt ja auch weltweit aktive Communities die sich mit Hilfe der englischen Sprache verständigen. Dies hat keiner jemals verlangt oder vorgeschrieben. Es funktioniert aber trotzdem. Im Gegensatz dazu funktioniert BIMOS nicht von allein. Es muss programmiert und vor allen Dingen vermarktet werden. Programmierungen und Marketing kosten Geld.

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