Die vergessene Dimension

DimensionenIn dieser Woche habe ich die Messe und den Fachkongress facilitymanagement 2015 in Frankfurt besucht, um mir einen aktuellen Überblick über die am Markt vorhandenen CAFM-Softwareprodukte zu verschaffen. Besonders wichtig war es mir, einen Überblick über die aktuelle Integration von BIM und CAFM zu bekommen. 

Der erste Eindruck ist entscheidend sagt man. So habe ich mir als erstes die Messestände und deren Werbebotschaften betrachtet. Sehr oft konnte man in den Werbebotschaften die Begriffe „CAFM“ und „Wartung und Instandhaltung“ und deren Abwandlungen entdecken. Diese Botschaften lese ich schon seit Jahren. Bei einer überschaubaren Anzahl habe ich auch das Schlagwort „BIM“ entdecken können. Der erste Eindruck ist nicht immer der entscheidend, aber so habe ich mich nur mit denjenigen Aussteller unterhalten, die aufgrund Ihrer detaillierten optischen Botschaften einen Eindruck vermittelt haben, dass sie sich mit den Themen CAFM und BIM aktiv auseinandersetzen oder das Thema BIM zumindest nicht grundsätzlich ablehnen. Testweise habe ich ein Unternehmen angesprochen, dass durch die Werbebotschaften ein Desinteresse geäußert hat. Mein Gespräch war dann nach einer Minute beendet. 

Was verstehe ich unter Dimensionen: Die ersten beiden Dimensionen, sind für mich die Dimensionen, die eine Fläche beschreiben. Die dritte Dimension macht aus der Fläche einen Raum. Die vierte Dimension ist die Zeit. Die fünfte Dimension ist das Geld oder die Kosten.

Hinzu kommen die Eigenschaften und Prozesse, die die Dimensionen miteinander verbinden und die die Objekte näher beschreiben. Dies sind für mich aber keine eigenständigen Dimensionen.

Es wird weitere Dimensionen geben. Diese möchte ich hier nicht beschreiben. Sie sind aber nur dann realisierbar, wenn alle bisherigen Dimensionen komplett berücksichtigt sind und genutzt werden. Ich habe bei meinem Messerundgang schon ein wenig von weiteren Dimensionen gesehen. Ich setze mich mit einer weiteren Dimension bereit seit 10 Jahren auseinander. Die Ansätze sind da. Sie haben mich aber nicht überzeugt. 

Alle CAFM Softwarehersteller arbeiten mit der vierten und fünften Dimension. Das ist das absolute Minimum, ohne dass eine Software in dem Bereich keinen Sinn ergibt. Diejenigen Hersteller, die die Grafik mit einbeziehen, haben die ersten beiden Dimensionen mit integriert. Diese Integrationen gibt es seit Mitte der 90er Jahre. Verbessert und verfeinert wurden dort im Laufe der Jahre aber nur die Objektbeziehungen und die Qualität der Grafik. Ein Raum oder ein Raumbuch kann sehr gut zweidimensional grafisch dargestellt werden und über die Beschreibungen durch eine dritte Dimension ergänzt werden? 

Wo bleibt jetzt die dritte Dimension im Bereich CAFM, die auch den zweidimensionalen Raum dreidimensional macht? Dies wäre dann der erste Schritt in Richtung BIM. Auf der Messe habe ich eine geringe einstellige Zahl von Aussteller entdeckt, die sich aktiv mit der dritten Dimension beschäftigen aber nur einen, der dort schon ein interessantes Ergebnis präsentieren kann. Deshalb ist momentan für mich die dritte Dimension „die vergessene Dimension“.

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