Der Teufel steckt im Detail

TeufelimDetailEiner meiner Leser hat mich darum gebeten, einmal etwas über den Detaillierungsgrad im BIM und im CAFM zu schreiben. Seine Fragen lauteten: Welche Detaillierungsgrad soll ich bei BIM und CAFM anwenden? Welche Lösung würden Sie empfehlen? 

Wenn ich eine Beratung mache, kommt auf diese Fragen sofort eine Gegenfrage: Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Einsatz von BIM und CAFM? Weder die Frage noch die Gegenfrage kann man in einem Satz beantworten.

In diesem Fall möchte ich das Thema mit einem Lieblingsbeispiel von mir beantworten. Als Objekt nehme ich dann meist die Brandschutzklappe. Der Brandschutz ist eines der Themen, die man besonders ernst nehmen sollte. Es geht um die Sicherheit der Menschen, die sich in einem Gebäude aufhalten. Eine Brandschutzklappe muss kontinuierlich gewartet werden. Zusätzlich müssen wir auch von jeder Brandschutzklappe wissen wo sie eingebaut ist und von welchem Raum aus sie zugänglich ist. Aus Sicht der Brandschutzklappe ergibt sich dann bei dem Einsatz von BIM und CAFM automatisch die Detailtiefe.

Keiner will sein BIM-Projekt oder seine spätere CAFM-Datenbank unnötig mit Informationen überfrachten. Deshalb muss jeder Bauherr seine eigene Detailtiefe von der Erstellung bis zum Abbruch eines Gebäudes erst einmal grundsätzlich festlegen. Entscheidend dafür ist auch die Nutzung des Gebäudes bzw. die Nutzung der Gebäude in Summe. Bei Industriegebäuden gibt es andere Prioritäten als bei Kliniken oder Wohngebäuden. Bei der Erstellung der Gebäude stehen andere Kriterien im Vordergrund als bei der Bauunterhaltung und Nutzung. Egal welche Entscheidung einmal zu Detaillierungsgrad in BIM und CAFM getroffen wurde, können neue Gesetze und Regeln eine Korrektur der Entscheidung notwendig machen.

Sollten Sie gerade eine Entscheidung treffen müssen, suchen Sie sich Softwareprodukte aus, mit denen Sie Datenbanken und Strukturen später auch noch flexibel anpassen können. Der Teufel steckt auch bei der Auswahl von Softwareprodukten im Detail. Jeder muss sich einmal für ein Produkt entscheiden, weil die Menge der Objekte und die Vielzahl der Prozesse dies erfordern. Eine Entscheidung zu treffen ist besser als sich nicht zu entscheiden.

 

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