Die Zukunft des Life-Cycle-Managements

LCMSo lange ich mich schon mit Software beschäftige, ist der Maschinen- und Anlagenbau dem Bereich Architektur und Bauwesen technologisch immer einen Schritt voraus. Life-Cycle-Management ist im Maschinen und Anlagenbau Tagesgeschäft. Die relative Komplexität der Produkte, deren Strukturierung und die Menge der an der Erstellung beteiligten Personen, die Leistungsfähigkeit der Hard- und Software sowie die anschließende Produktion in hohen Stückzahlen hat die Einführung eines Life-Cycle-Managements begünstigt und beschleunigt. 

Im Bereich Architektur- und Bauwesen findet schon jetzt ein Life-Cycle-Management statt. Aufgrund der viel größeren Komplexität und der Vielfalt von allem haben wir es aber bisher nicht geschafft, die digitalen Werkzeuge so anzupassen, dass wir es analog zum Maschinen- und Anlagenbau Life-Cycle-Management nennen können. BIM ist ein entscheidender Baustein auf dem Weg in Richtung eines Life-Cycle-Managements. Ich habe vor einigen Tagen einen Beitrag über die „vergessene Dimension“ geschrieben. BIM hat dafür gesorgt, dass die dritte Dimension nicht nur ins Gespräch, sondern auch nach und nach genutzt wird. Ohne die dritte Dimension gibt es kein Life-Cycle-Management im Bereich Architektur und Bauwesen. 

Die komplette Bauindustrie ist auf dem richtigen Weg. Wir benötigen neue digitale Werkzeuge. Die neuen Werkzeuge müssen aber auch in der Lage sein, den existierenden digitalen Bestand mit in die Zukunft zu nehmen. Dies wird noch ein langer Prozess werden. Über die notwendigen Investitionen sollten wir lieber nicht sprechen. 

Life-Cycle-Management benötigt Standards. Der Maschinen- und Anlagenbau hat 2012 das JT-Format zum Austausch von dreidimensionalen Daten zum ISO-Standard (ISO 14306:2012) gemacht. Im Bereich Architektur und Bauwesen gibt es seit 2013 das IFC-Format als ISO-Standard (ISO 16739:2013 / ISO 15686:2014). Nun sind die Softwarehersteller gefragt, um ein Life-Cycle-Management im Bereich Architektur- und Bauwesen umzusetzen. 

Das Zukunftsthema Smart-City wird für alle eine spannende Herausforderung werden. Da benötigen wir ein intensives Zusammenspiel von Architektur, Bauwesen, Maschinenbau, Anlagenbau und GIS. Gemeinsame Standards im Life-Cycle-Management könnten dabei hilfreich sein.

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